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Full Title: 7. Internationale Konferenz zur kontrastiven Medienlinguistik

      
Location: Helsinki, Finland
Start Date: 23-Aug-2017 - 25-Aug-2017
Contact: Hartmut Lenk
Meeting Email: click here to access email
Meeting URL: http://blogs.helsinki.fi/medienlinguistik-2017/
Meeting Description: Der thematische Rahmen dieser Tagung lautet: Medienkulturen – Multimodalität und Intermedialität

Unser Dasein ist heute wesentlich durch die Allgegenwart von Medienangeboten geprägt. Diesem Tatbestand trägt die Medienlinguistik zwar bereits seit Jahrzehnten durch die Untersuchung von medialen Produktionsweisen, Produkten sowie medialen Aneignungsverfahren Rechnung, aber Medienkultur(en) sind dennoch bisher hauptsächlich Gegenstand einer soziologisch konturierten Kommunikations- und Medienforschung. Medienkulturen sind in dieser Rahmung als Kulturen verschiedener ‘mediatisierter Welten’ zu verstehen, in denen Bedeutungen qua technischer Kommunikationsmedien generiert und auch spezifisch geprägt werden. Aus linguistischer Perspektive wäre also nicht nur Sprache und Sprachgebrauch im Kontext von bestimmten Medien relevant, sondern auch (und vor allem), dass und inwiefern die zunehmende Technisierung und Vernetzung zu einem Wandel von Interaktionsweisen, zu einer Beschleunigung medialer Konvergenzen sowie zu diversen sprachlichen und kulturellen Hybridisierungserscheinungen führt. Um Sprachlichkeit und technisch ‘mediatisierte Welt’ zueinander in Bezug zu setzen, laden wir zu einer medienlinguistisch orientierten Hinterfragung der etablierten Konzepte von Multimodalität, Intermedialität und Transmedialität ein.

Das Konzept von Multimodalität bezieht sich darauf, dass Kommunikation stets mit unterschiedlichen semiotischen Ressourcen realisiert wird, die als Komplex zur Bedeutung beitragen. Die multimodale Analyseperspektive betrachtet die Kommunikation somit in ihrer gesamten Komplexität und berücksichtigt neben sprachlichen Ausdrucksmitteln nonverbale Mittel wie z.B. Bilder, Gestik, Mimik, Musik usw. Illustrierende Beispiele für multimodale Texte sind Filme, Comics, Werbeprospekte und Webseiten, aber auch mündliche Interaktion, die mit verbalen und körperlichen Ressourcen hergestellt wird. Kernfragen der multimodalen Analyse sind die Relationen zwischen den unterschiedlichen semiotischen Ressourcen und ihr Zusammenspiel bei der Bedeutungskonstruktion.

Intermedialität ist ein vor allem in den Literaturwissenschaften viel gebrauchter Sammelbegriff, dessen Wurzeln einerseits bis in die Antike reichen und der in einer neueren Tradition im Zusammenhang mit der poststrukturalistischen Theorie der Intertextualität steht. Intermedialität kann von Intramedialität und von Transmedialität unterschieden werden. Letztere betrifft Phänomene, die in verschiedenen (als distinktiv wahrgenommenen) Medien mit jeweils eigenen Mitteln behandelt werden. Als Formen der Intermedialität gelten intermediale Bezüge (z.B. die Wiedergabe von Tweets im Fernsehen oder der Bericht von Zeitungen über Kommentierungen eines Ereignisses in den sog. sozialen Medien), der Medienwechsel (z.B. Comic-Verfilmungen) und die Medienkombination (z.B. bewegte Bilder und Ton im Fernsehen und Film, Sprache und Musik im Song, Text und Zeichnung im Comic usw.).

Als PlenarreferentInnen konnten gewonnen werden:

- Nadine Rentel (Westsächsische Hochschule Zwickau, Fakultät Angewandte Sprachen und Interkulturelle Kommunikation)
- Martin Luginbühl (Universität Basel, Deutsches Seminar)
- Klaus Kaindl (Universität Wien, Zentrum für Translationswissenschaft)
Linguistic Subfield: Discourse Analysis; Pragmatics; Text/Corpus Linguistics; Translation
LL Issue: 27.3812


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