Date: 30-Mar-2009
From: Alexander Lasch <lasch germsem.uni-kiel.de>
Subject: Konstruktionsgrammatik
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Full Title: Konstruktionsgrammatik Date: 18-Feb-2010 - 20-Feb-2010 Location: Kiel, Germany Contact Person: Alexander Lasch Meeting Email: lasch germsem.uni-kiel.de Web Site: http://germa.germsem.uni-kiel.de/hundt/konstruktionsgrammatik.shtml Linguistic Field(s): Discourse Analysis; Linguistic Theories; Syntax; Text/Corpus Linguistics Subject Language(s): German, Standard (deu) Call Deadline: 01-Jul-2009 Meeting Description: Im englischsprachigen Raum hat sich die Konstruktionsgrammatik (construction grammar) in den letzten zwei Jahrzehnten insbesondere mit den Publikationen von Charles Fillmore (1988), William Croft (2001), Adele Goldberg (1995, 2006) und Michael Tomasello (2003) als eine Alternative zu generativen Grammatiktheorien entwickelt. Die allen Ansätzen gemeinsame Auffassung, dass grammatische Phänomene zuvorderst mit Blick auf ihre semantische Relevanz zu untersuchen seien und allein in dieser Einheit von Form und Bedeutung hinreichend bestimmt werden könnten, stieß auch in der deutschsprachigen Forschung auf Resonanz. Allerdings sind hier trotz einflussreicher Publikationen (etwa Fischer/Stefanowitsch 2006, 2008, Wildgen 2008) die Bestrebungen, ein alternatives grammatisches Beschreibungsmodell einer breiteren Fachöffentlichkeit bekannt zu machen, noch in den Anfängen. Dies betrifft sowohl die Verständigung über die theoretische Basis und die methodischen Zugänge, die die Konstruktionsgrammatik offeriert, als auch den Gegenstand, den es konstruktionsgrammatisch zu beschreiben gilt. Bislang liegt der Forschungsschwerpunkt in der germanistischen Linguistik im Bereich der gesprochenen Sprache (Deppermann 2007, Imo 2007, Günther/Imo 2006), Untersuchungen im Spracherwerb, zu syntaktischen Problemstellungen oder Aspekten der Grammatikalisierung spielen dagegen eine nur untergeordnete Rolle. Call for Papers Die internationale Tagung ist deshalb auf die Gegenstandssprache Deutsch ausgerichtet. Sie verfolgt zwei Ziele. Zum einen soll die Tragweite verschiedener konstruktionsgrammatischer Ansätze in Bezug auf die deutsche Standardsprache erkundet werden. Zum anderen sollen konstruktionsgrammatisch motivierte Fragen auf den Gebieten des Spracherwerbs sowie der Syntax- und Grammatikalisierungsforschung am Beispiel des Deutschen Anwendung finden. Die Tagung wird unterschiedlichste Formen und Möglichkeiten für den fachlichen und informellen Austausch bieten. Im Mittelpunkt stehen halbstündige Vorträge mit Diskussion, die sich mit den zentralen Fragen der Tagung auseinandersetzen. Daneben werden Workshops zu den Themen 'Korpuslinguistik und Konstruktionsgrammatik' und 'Konstruktionen im Wandel' angeboten. Eine Publikation der Beiträge ist geplant. Abstracts sind zu folgenden Themen erwünscht, aber nicht auf diese beschränkt: - korpuslinguistische Fragen (Korpusbildung, Einsatz von Analysesoftware), - methodische Gesichtspunkte und Modellvergleiche (construction grammar vs. radical construction grammar vs. embodied construction grammar vs. fluid construction grammar vs. Cognitive Grammar), - diachroner Wandel und Grammatikalisierung von Konstruktionen, - Frequenzeffekte und kognitive Verfestigungen von Konstruktionen, - Erwerb von Konstruktionen, - typologische Aspekte. Zur raschen Erstellung eines Tagungsprogramms (auch im Hinblick auf die Beantragung von Drittmitteln) wäre die Vormeldung eines Vortragstitels noch vor Einsendung des Abstracts wünschenswert. Die Abstracts selbst sollen einen Umfang von 500 Wörtern nicht übersteigen; sie sollten in deutscher, können aber auch in englischer Sprache verfasst sein. Sie sind bitte bis zum 1. Juli 2009 bei den Organisatoren einzureichen. Über die Annahme wird in der ersten Augustwoche 2009 informiert.
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