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LINGUIST List 21.2899

Tue Jul 13 2010

Calls: Morphology, Syntax/Germany

Editor for this issue: Di Wdzenczny <dilinguistlist.org>


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        1.    Antje Heine, Wort Oder Phrase?

Message 1: Wort Oder Phrase?
Date: 12-Jul-2010
From: Antje Heine <aheineuni-wuppertal.de>
Subject: Wort Oder Phrase?
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Full Title: Wort Oder Phrase?

Date: 23-Feb-2011 - 25-Feb-2011
Location: Göttingen, Germany
Contact Person: Joachim Jacobs
Meeting Email: jacobsuni-wuppertal.de

Linguistic Field(s): Morphology; Syntax

Call Deadline: 31-Aug-2010

Meeting Description:

Die AG wird im Rahmen der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für
Sprachwissenschaft durchgeführt. Im Mittelpunkt stehen Grenzfälle
zwischen Wort und Phrase, also Einheiten, die weder eindeutig
morphologisch gebildet noch eindeutig phrasal sind, zum Beispiel
Partikelverben, Inkorporationen, Nominalisierungen komplexer Infinitive,
Univerbierungen, Klitisierungen. Referate können unter anderem die
folgenden Fragen betreffen:
- Welche Eigenschaften, die als diagnostisch für Wort- bzw. Phrasenstatus
gelten, liegen in solchen Grenzfällen vor, welche nicht?
- Wie sind diesbezügliche empirische Ergebnisse im Hinblick auf die
Trennung zwischen Morphologie und Syntax (bzw. Phraseologie) zu
bewerten?
- Wie lassen sich Grenzfälle zwischen Wort und Phrase in aktuellen
Grammatikmodellen behandeln?

Call For Papers

Die AG soll Linguist/inn/en zusammenführen, die sich aus verschiedenen
Perspektiven mit Grenzfällen zwischen Wort und Phrase beschäftigen, z.B.
mit Partikelverben (aufbrechen), trennbaren Rückbildungen
(maschineschreiben), Inkorporationen (bleibenlassen), komplexen Infinitiv-
Konversionen (das ewige Über-die-Nachbarn-Schimpfen) usw. Mit solchen
Bildungen sind u.a. die folgenden nicht vollständig (z.T. nicht annähernd)
geklärten Probleme verbunden:

(i) Wie verhalten sich Grenzfälle bezüglich der Eigenschaften, an denen die
Wort-Phrasen-Unterscheidung festgemacht wird (wie Trennbarkeit,
Flektierbarkeit, Modifizierbarkeit und Referentialität von Teilgliedern,
kompositionaler Bedeutungsaufbau usw.)? Wie hängen diese
Eigenschaften zusammen (etwa Modifizierbarkeit mit Referentialität)?
Welche von ihnen sind für die fragliche Unterscheidung wirklich relevant,
welche nur Epiphänomene anderer Eigenschaften?

(ii) Wie sind Grenzfälle im Lichte dieser Eigenschaften in die
Ausdrucksstufen Wort vs. Phrase einzuordnen? Muß man mehr als zwei
Stufen annehmen? Muß man überhaupt Stufen annehmen? Was leistet die
Annahme, daß Ausdrucksstufen Prototypen- oder Default-Kategorien sind?

(iii) Ist die Kompartmentalisierung der Grammatik in Syntax, Morphologie
und Phraseologie angesichts der Kategorisierungsprobleme bei Grenzfällen
aufrecht zu halten? Welche Modifikationen dieser Kompartmentalisierung
sind erforderlich? Ist sie aus der Perspektive aktueller Annahmen über die
Architektur von Sprachsystemen überhaupt relevant?

(iv) Wie sind aktuelle Normierungen der Schreibung von Grenzfällen
linguistisch zu bewerten?

Solche Fragen wurden bisher nur für einzelne Grenzfallklassen (etwa
Partikelverben) oder für spezielle Probleme intensiver untersucht. Die AG
möchte sich dagegen der Problematik in größerer empirischer Breite stellen
und sie an Diskussionen übergreifender Themen, etwa der
Grammatikarchitektur oder der Grundlagen von Schriftsystemen, anbinden.
Dabei ist auch ein Vergleich der in aktuellen Grammatikmodellen (z.B.
Konstruktionsgrammatik, Distribuierte Morphologie) bestehenden
Möglichkeiten des Umgangs mit dem Grenzbereich zwischen Wort und
Phrase relevant.

Bitte schicken Sie uns Ihren Abstract in Deutsch oder Englisch, maximal 1
Seite (möglichst in DOC-Format) bis zum 31.8.2010.
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Page Updated: 13-Jul-2010

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