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LINGUIST List 23.128

Sat Jan 07 2012

Calls: French, German, Disc Analysis, Socioling, Translation/Germany

Editor for this issue: Alison Zaharee <alisonlinguistlist.org>


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        1.     Ramona Schröpf , 8. Kongress des Frankoromanistenverbandes


Message 1: 8. Kongress des Frankoromanistenverbandes
Date: 06-Jan-2012
From: Ramona Schröpf <ramona.schroepfromanistik.rwth-aachen.de>
Subject: 8. Kongress des Frankoromanistenverbandes
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Full Title: 8. Kongress des Frankoromanistenverbandes

Date: 19-Sep-2012 - 22-Sep-2012
Location: Leipzig, Germany
Contact Person: Kirsten Küchler
Meeting Email: < click here to access email >
Web Site: http://www.francoromanistes.de/frankoromanistentag

Linguistic Field(s): Discourse Analysis; Pragmatics; Sociolinguistics; Translation

Subject Language(s): French; German

Call Deadline: 31-Jan-2012

Meeting Description:

„Ceci tuera cela" heißt es in Victor Hugos berühmter medientheoretischer Reflexion über die durch die Erfindung der Druckerpresse ausgelöste Revolution. Die Epochenschwelle zwischen Mittelalter und Neuzeit wird hier als das Ergebnis einer Medienrevolution verstanden, die die europäische Bewusstseinslandschaft tiefgreifend verändert. An die Stelle der steinernen Botschaft der Architektur tritt als Medium par excellence der „technischen Reproduzierbarkeit" der Druck, der nicht nur Literatur und Wissenschaften in schnellere Bewegung versetzt, sondern zugleich auch individualisiert und immer weiteren Leserschaften zugänglich macht. Welche Bedeutung hat die Erfindung des Buchdrucks für die Zirkulation des Wissens und für die Innovationen der Literatur? Wie verändert das neue Medium die Herausbildung eines neuen Lesepublikums? Wie wirken sich Zeitung und Feuilleton mit ihrer Beschleunigung der Druckverfahren (Schnellpresse, Endlospapier) auf die Herausbildung neuer literarischer Formen wie Feuilletonroman und Reportage als journalistische Form aus? (Vgl. hier etwa den Aufsatz von Fritz Nies „Schnell und viel - Gattungsbildung in Frankreich im Zeitalter des Endlospapiers") Wie wurden und werden Medienumbrüche in der französischen und frankophonen Literatur immer wieder neu reflektiert? Welchen Einfluss hatte und haben sie auf die Sprache? Welche politische Rolle kommt in diesem Zusammenhang dem Schriftsteller zu? Inwiefern können aber auch die neuen Kommunikationsformen, die die medialen Revolutionen der allerjüngsten Zeit hervorgebracht haben, auf gesellschaftliche Verhältnisse Einfluss nehmen?

Das Thema unseres Kongresses „[R]evolution der Medien" kann aber auch in anderer Weise verstanden werden. Das Medium der Sprache und die Medialität der Literatur sind ein wesentlicher Forschungsgegenstand der Frankoromanistik. Wie reflektieren die literarischen Werke ihr eigenes Medium? Wie werden Gattungskonventionen und Gattungsgrenzen problematisiert und überschritten? Mit den sogenannten ‚neuen' Medien hat sich das Feld der Frankoromanistik grundlegend erweitert: Die vergleichende Medienwissenschaft ist wie die Intermedialität und die Medienanthropologie zu einem Bestandteil unserer Forschung geworden. Hier stellt sich die Frage nach Literatur und Theatralität, Medien und Raum, Medien und Kunst. Filme, filmische Transpositionen, Text-Bild-Relationen, bande dessinée und Photographie, die Medien Fernsehen, Presse, Radio und Internet (Blogs, Netzliteratur) haben schon ihren Ort in Forschung und Lehre gefunden. Insbesondere ließe sich die Frage nach den Spezifika der französischen und frankophonen Medienkultur(en) und ihrer interkulturellen Vergleichbarkeit aufwerfen. Auch der Einfluss neuer Technologien auf die Sprach-, Text- und Filmanalyse stellt ein interessantes Thema dar. In der Linguistik haben die Medienrevolutionen der jüngsten Zeit ein neues Interesse an der medialen Konstituierung von Sprache geweckt. Hier öffnet sich ein weites Forschungsfeld mit der Frage nach Diskursivierung und medialer Kommunikation. Aber auch der Frage nach der Verarbeitung sehr großer Datenbestände (data mining) lässt hier sich nachgehen.

In all diesen Bereichen lassen sich vielfältige Fragestellungen entwickeln, die Literatur-, Sprach-, Kulturwissenschaft und Fachdidaktik gleichermaßen interessieren und die auch zu gemeinsamen Sektionen führen könnten.

Leipzig bietet als Ort der friedlichen Revolution von 1989 und als eine Universität, an der der große Romanist und Aufklärungsforscher, Werner Krauss, von 1947-1957 gelehrt hat, den idealen Rahmen für einen Frankoromanistenkongress, in dessen Mittelpunkt die Frage nach der [R]evolution der Medien steht.

Call for Papers:

Sektion 13: 'Medientextsorten und neue Kommunikationsformen des Französischen. Kontrastive und translationswissenschaftliche Perspektiven', Frankoromanistentag 2012

Die Sektion soll sich unter sprachwissenschaftlicher Perspektive einerseits und mit translationswissenschaftlichem Fokus andererseits mit theoretischen und anwendungsorientierten Fragestellungen zu neuen Kommunikationsformen und Medientextsorten des Französischen (ggf. kontrastiv zum Deutschen) befassen.

Für den Bereich neuer Kommunikationsformen ist für das Französische ein sowohl theoretisch-methodischer als auch empirischer Forschungsbedarf zu konstatieren. Trotz der ständig steigenden Nutzungshäufigkeit von Kommunikationsformen wie z.B. E-Mail, Chat, SMS oder dem Instant Messaging fehlen sprachwissenschaftliche Systematisierungen, die es erlauben, die unterschiedlichen Kommunikationsformen voneinander abzugrenzen bzw. eine Binnendifferenzierung vorzunehmen. Eine weitere Forschungslücke betrifft die Tatsache, dass der Großteil der bislang durchgeführten Studien zu sprachlichen Besonderheiten neuer Kommunikationsformen nicht auf größeren Datensammlungen basiert. Zudem sind sprach- und kulturkontrastiv angelegte Studien für das Französische weitgehend ein Desiderat.

Translationswissenschaftlicher Forschungsbedarf ergibt sich aufgrund der medial-kommunikativen Vernetzung und damit Entgrenzung von Medientextsorten und neuen Kommunikationsformen. So sind bislang Translationstechnologien wie z.B. das google-Übersetzungstool, mit dem jede beliebige Webseite automatisch übersetzt werden kann, wissenschaftlich noch wenig erforscht. Ebenso fehlt es an methodologisch-systematischen Untersuchungen zu Übersetzungen in Medientextsorten wie bspw. Nachrichten- oder Dokumentarsendungen. Im Hinblick auf den weltweiten Zugang zu ausländischen und fremdsprachigen Nachrichtenformaten per TV und Internet und die Internationalität der Nachrichtenberichterstattung (z.B. euronews) ist die Notwendigkeit einer kontrastiven und übersetzungwissenschaftlichen Beschäftigung mit nicht-fiktionalen audiovisuellen Medientextsorten nicht von der Hand zu weisen. Dies bedeutet, dass die zunehmende Internationalisierung von Medientextsorten und deren cross-mediale Verbreitung auch eine Beschäftigung mit translationsrelevanten Aspekten des Journalismus erforderlich macht.

Noch nicht hinreichend erforscht ist zudem das Phänomen der Medienkonvergenz. Inwieweit werden Ereignisse mit Hilfe neuer Kommunikationsformen wie z.B. Twitter oder SMS medial verbreitet? Werden durch das Herausbilden neuer Kommunikationsformen bestehende verdrängt, modifiziert oder ergänzt?

Die folgenden Fragestellungen sollen als Anregung für die Sektionsarbeit dienen,
wobei die Vorschläge keinesfalls als exhaustiv anzusehen sind:

- Theoretische Überlegungen zur Konstituierung eines Klassifikationsschemas neuer Kommunikationsformen: Inwieweit lassen sich die per se polyfunktionalen Kommunikationsformen wie z.B. vom Mobiltelefon versandte Kurznachrichten weiter differenzieren (z.B. in private und geschäftliche SMS)?

- Vorstellen von Datensammlungen und methodische Reflexionen zur maschinellen Verarbeitung großer Korpora des Französischen und Deutschen

- Empirische Einzelstudien zu einzelnen Kommunikationsformen des Französischen und Deutschen (z.B. E-Mail, SMS, MMS, Twitter, Chat, Instant Messaging, Foren oder Blogs)

- Reflexionen zum Phänomen der Medienkonvergenz: Inwieweit unterscheiden sich Diskurse in Abhängigkeit von ihrer medialen Realisierung in bestimmten Kommunikationsformen voneinander (z.B. die Firmenpräsentation im Katalog vom Auftritt im Internet; die Publikation wissenschaftlicher Ergebnisse in Printform von der elektronischen Veröffentlichung)?

- Sprach- und kulturkontrastive Ansätze: Worin liegt die Spezifik des Sprachgebrauchs des Französischen gegenüber dem Deutschen? Anhand welcher kontrastiv-textologischer Befunde lassen sich Aussagen zur Kulturgeprägtheit von Medientextsorten und neuen Kommunikationsformen festmachen?

- Mehrsprachigkeit und Sprachkontakt in Blogs und Bewertungsportalen

- Translationstechnologien in den neuen Medien

- Zum translatorischen Umgang mit fremdsprachigen Elementen in deutschen und französischen Medien, bspw. Zitate, Interviews etc.

Bitte reichen Sie Ihr Abstract (ca. 300 Wörter) bis 31.01.2012 bei Prof. Dr. Nadine Rentel (rentelhotmail.com) und Dr. Ramona Schröpf (ramona.schroepfromanistik.rwth-aachen.de) ein.



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Page Updated: 07-Jan-2012

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