Editor for this issue: Danniella Hornby
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Date: 26-Mar-2012 From: Ulrich Lueders <lincom.europat-online.de> Subject: Mittelhochdeutsche Grammatik: Paul E-mail this message to a friend
Title: Mittelhochdeutsche Grammatik
Subtitle: mit Wort- und Sachregister von Franz Saran
Series Title: LINCOM Gramatica
Published: 2012
Publisher: Lincom GmbH
http://www.lincom.eu
Author: Hermann Paul
Paperback: ISBN: 9783862900312 Pages: 236 Price: Europe EURO 55.70
Abstract:
Man teilt die deutschen mundarten gewöhnlich zunächst in drei hauptgruppen: ober- oder hoch-, mittel-und niederdeutsch. Diese Scheidung gründet sich vornehmlich auf den consonantenstand der mundarten, ihr verhalten zu der sogenannten zweiten oder hochdeutschen lautverschiebung. Niederdeutsch ist dasjenige gebiet, in welchem die Verschiebung auf der untersten stufe stehen geblieben ist (ungenau ist es, wenn man sagt, dass überhaupt keine Verschiebung eingetreten sei), oberdeutsch dasjenige, in welchem sie am weitesten gegangen ist, mitteldeutsch das dazwischenliegende, in welchem sie weiter als im niederdeutschen, nicht so weit als im oberdeutschen gegangen ist. Man pflegt aber auch unter der bezeichnung 'hochdeutsch' das ober- und mitteldeutsche zusammenzufassen. Insbesondere bezeichnet man unsere jetzige Schriftsprache als hochdeutsch, welche doch im wesentlichen auf mitteldeutscher grundlage ruht. Auch wir werden in unserer darstellung die mitteldeutschen mundarten neben den oberdeutschen berücksichtigen.
Man pflegt in der entwickelung der deutschen wie der übrigen germanischen dialekte drei hauptperioden anzusetzen, die man als alt, mittel und neu unterscheidet, also althochdeutsch, mittelhochdeutsch und neuhochdeutsch. Die grenze zwischen ahd. und mhd. setzt man gewöhnlich um 1100, die zwischen mhd. und nhd. um 1500 an. Doch ist der übergang natürlich einganzallmähliger, und innerhalb der periode von 1100-1500 lassen sich wieder verschiednene entwicklungsstufen unterscheiden. Wir legen unserer darstellung die verhältnisse in der blütezeit der mittelhochdeutschen literatur zu grunde, d.h. am ende des XII. und in der ersten hälfte des XIII. jarhd. (aus der Einleitung der sechsten Auflage, 1904).
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