LINGUIST List 23.3034
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Thu Jul 12 2012
Calls: German, Syntax, Pragmatics, Text/Corpus Linguistics/France
Editor for this issue: Alison Zaharee
<alison linguistlist.org>
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Date: 12-Jul-2012
From: Hélène Vinckel-Roisin <helene.vinckel paris-sorbonne.fr>
Subject: Das 'Nachfeld' im Deutschen zwischen Syntax, Informationsstruktur und Textkonstitution
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Full Title: Das 'Nachfeld' im Deutschen zwischen Syntax, Informationsstruktur und Textkonstitution
Date: 30-Jan-2014 - 31-Jan-2014
Location: Paris, France
Contact Person: Hélène Vinckel-Roisin
Meeting Email: < click here to access email >
Linguistic Field(s): Pragmatics; Syntax; Text/Corpus Linguistics
Subject Language(s): German
Call Deadline: 15-Dec-2012
Meeting Description:
Das 'Nachfeld' im Deutschen zwischen Syntax, Informationsstruktur und Textkonstitution: Stand der Forschung und Perspektiven Im Vergleich zum Vorfeld und allgemeiner zum linken Rand des deutschen Satzes wurde das 'Nachfeld' (postfield) in der linguistischen Forschung lange Zeit stiefmütterlich behandelt. Traditionell als Satzposition nach dem 'rechten Klammerteil' definiert, findet es erst in jüngerer Zeit verstärkt Beachtung. Dabei richtet sich das Augenmerk nicht nur auf satzwertige Konstituenten wie Subjunktor- oder Relativsätze, die entsprechend der unmarkierten Linearisierungs abfolge üblicherweise im Nachfeld stehen, sondern auch und gerade auf nicht-satzwertige Konstituenten - als einen exemplarischen Fall von strukturell markierter Abfolge. In präskriptiven Grammatiken eine Zeit lang als 'Abweichung von der Norm' bzw. als 'unkorrekt' in der Schriftsprache bezeichnet, erfreut sich die Besetzung des Nachfeldes durch eine oder mehrere nicht-satzwertige Konstituente(n) im heutigen Sprachgebrauch großer Beliebtheit. Während bisher vor allem die Formen nicht-satzwertiger Nachfeldkonstituenten und die morphosyntaktischen Gründe für die Nachfeldstellung behandelt bzw. terminologische Abgrenzungsversuche unternommen wurden (siehe z.B. Ausklammerung vs. Nachtrag), stand die Forschung zu den Effekten solcher Nachfeldbesetzungsformen und zu deren textueller Relevanz hingegen bislang eher im Hintergrund. Ziel der Tagung ist es somit, einen internationalen Dialog unter ForscherInnen anzustoßen, die sich mit der Besetzung des Nachfeldes im Deutschen beschäftigen. Plenarvortrag: Prof. Dr. Gisela Zifonun Organisation/Kontakt: Hélène Vinckel-Roisin (CoVariUs, UMS 3323) Université Paris-Sorbonne U.F.R. d'Etudes germaniques et nordiques Wissenschaftlicher Beirat: Séverine Adam (Université Paris-Sorbonne), Martine Dalmas (Université Paris-Sorbonne), Karl Gadelii (Université Paris-Sorbonne), Thierry Gallèpe (Université Michel de Montaigne (Bordeaux 3)), Laurent Gautier (Université de Bourgogne), Susanne Günthner (Westfälische Wilhelms-Universität Münster), Gottfried Marschall (Université Paris-Sorbonne), André Meinunger (Zentrum für Allgemeine Sprachwissenschaft, Berlin), Valeria Molnár (Lund University), Jan Pekelder (Université Paris-Sorbonne), Eva Schlachter (Humboldt-Universität zu Berlin), Angelika Wöllstein (Institut für Deutsche Sprache, Mannheim) Tagungsgebühr: 50 Euro Ermäßigter Preis für Studierende / Doktoranden und Teilnehmer ohne Einkommen: 25 Euro
Call for Papers: Im Rahmen der Tagung sollen daher vielfältige Funktionen nicht-satzwertiger Nachfeldbesetzungen auf Satz- ebenso wie auf Textebene in gesprochener und geschriebener Sprache diskutiert werden. Im Mittelpunkt steht die allgemeine Frage nach dem Zusammenhang zwischen der optionalen Nachfeldstellung einer Konstituente und ihren (im weiteren Sinne) pragmatischen Auswirkungen. Auf diese Weise soll zum einen eine Brücke zu bisherigen Ansätzen/Ergebnissen geschlagen werden, zum anderen sollen Ansatzpunkte für die künftige Forschung in diesem Bereich identifiziert werden. Mögliche Leitfragen lauten: - Was ist unter 'nicht-satzwertige Nachfeldkonstituenten' zu verstehen? Gibt es funktionale Unterschiede zwischen Einheiten des Nachfeldes und Einheiten des sog. rechten Außenfeldes? - Lassen sich bei der Mehrfachbesetzung des Nachfeldes bestimmte Abfolgeregularitäten feststellen? Erweist sich die Anhäufung von nicht-satzwertigen Konstituenten nach dem rechten Klammerteil als besonders charakteristisch für die gesprochene Sprache? Sind spezifische prosodische Muster zu beobachten? - Inwiefern beeinflussen informationsstrukturelle Faktoren das Vorkommen nicht-satzwertiger Einheiten im Nachfeld? - Was leisten nicht-satzwertige Nachfeldkonstituenten im Hinblick auf die Textkohärenz? Inwiefern unterscheiden sich ihre textuellen bzw. diskursfunktionalen Merkmale von denen nicht-satzwertiger Vorfeldeinheiten? - Treten nicht-satzwertige Nachfeldkonstituenten in bestimmten Textsorten besonders häufig auf? Gibt es überhaupt eine Textsortenspezifik im Bereich der Besetzung des Nachfeldes? - Lassen sich situationsgebundene stereotype Verwendungsmuster feststellen, die von einem hohen Grad an Konventionalisierung zeugen würden? Kann man die optionalen Nachfeldfüllungen als syntaktische Tendenzen der Gegenwartssprache betrachten? Hier wären zum Vergleich auch diachrone Überlegungen einzubeziehen: Gibt es eine „Normveränderung''? Welche Implikationen hätte dies für den Sprachunterricht? Ziel der Tagung ist es somit, einen internationalen Dialog unter ForscherInnen anzustoßen, die sich mit der Besetzung des Nachfeldes im Deutschen beschäftigen. Erbeten werden empirie-gestützte und theoretische Beiträge aus verschiedenen Forschungsbereichen, u.a. Syntax, gesprochene Sprache/Konversationsanalyse, Prosodie, Informationsstruktur, Textlinguistik, Kognition, Sprachgeschichte, Spracherwerb, Didaktik. Neben Analysen zum Deutschen sind auch kontrastive Studien willkommen, die sich mit dem Vergleich zwischen der fakultativen Besetzung des Nachfeldes als Fall markierter Linearisierung im Deutschen und entsprechenden Realisierungsstrukturen in der Kontrastsprache befassen. Für die einzelnen Vorträge sind jeweils 40 Minuten vorgesehen (25 Min. Vortrag + 15 Min. Diskussion). Tagungssprache ist Deutsch. Die Veröffentlichung ausgewählter Beiträge ist geplant. Einreichung der Abstracts: - Bitte senden Sie Ihr Abstract in deutscher Sprache (max. 500 Wörter) als PDF-Datei bis zum 15.12.2012 per E-Mail an Hélène Vinckel-Roisin (helene.vinckel paris-sorbonne.fr). - Geben Sie Ihre Kontaktdaten bitte in der Begleit-E-Mail an, das Abstract enthält lediglich den Titel Ihres Vorschlags. - Die Auswahl aus den eingereichten Vorschlägen trifft der wissenschaftliche Beirat. Die Entscheidung über die Annahme des Vorschlags erfolgt spätestens Mitte Februar 2013. Termine: Deadline für das Einreichen von Vorschlägen: 15.12.2012 Nachricht über die Annahme: Februar 2013 Anmeldung ohne Vortrag: bis spätestens Ende November 2013
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Page Updated: 12-Jul-2012
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