* * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * *
LINGUIST List logo Eastern Michigan University Wayne State University *
* People & Organizations * Jobs * Calls & Conferences * Publications * Language Resources * Text & Computer Tools * Teaching & Learning * Mailing Lists * Search *
* *


LINGUIST List 24.2523

Thu Jun 20 2013

Calls: Discourse Analysis, Text/Corpus Linguistics/Germany

Editor for this issue: Alison Zaharee <alisonlinguistlist.org>

Date: 20-Jun-2013
From: Johannes Müller-Lancé <mueller-lancephil.uni-mannheim.de>
Subject: Medienlinguistik 3.0: Formen und Wirkung von Textsorten im Zeitalter des Social Web
E-mail this message to a friend

Full Title: Medienlinguistik 3.0: Formen und Wirkung von Textsorten im Zeitalter des Social Web

Date: 30-Jan-2014 - 01-Feb-2014
Location: Mannheim, Baden-Wuerttemberg, Germany
Contact Person: Johannes Müller-Lancé
Meeting Email: < click here to access email >
Web Site: http://www.phil.uni-mannheim.de/romsem/medienlinguistiktagung

Linguistic Field(s): Discourse Analysis; Text/Corpus Linguistics

Call Deadline: 30-Aug-2013

Meeting Description:

Medienlinguistik 3.0: Formen und Wirkung von Textsorten im Zeitalter des Social Web (= 5. Internationale Tagung zur Kontrastiven Medienlinguistik)
30. Januar - 1. Februar 2014, Universität Mannheim

Seit 2003 hat die Begrifflichkeit des Web 2.0 ihren Siegeszug angetreten und dazu geführt, dass alle zuvor beobachteten Entwicklungen jenseits des Social Web ex post zum Web. 1.0 - zu den Wiegenjahren der computervermittelten Interaktion im Web - gerechnet werden. Die Textualisierungen der sozialen Netzwerke sind jedoch von den in den Implementationsjahren des Internets etablierten Kommunikations- und Interaktionsformen ebenso stark geprägt wie von traditionellen Formen der Kommunikation in gedruckten Medien. Es scheint damit an der Zeit, in der Kontrastiven Medienlinguistik mit der Versionenbezeichnung 3.0 zu operieren, um all jene Prozesse, Produkte und Rezeptionsmuster vergleichend zu beschreiben, die sich aus dem Aufeinandertreffen der verschiedenen Strömungen ergeben. Rückkoppelungseffekte auf angestammte Textsorten der Gutenberg Galaxis sind dabei ebenso ins Kalkül zu ziehen wie theoretische Modelle und Studien zu komplexen hypertextuellen Konstrukten, in denen die textuelle Entgrenzung und Dynamisierung auch durch die Verquickung verschiedener Kommunikationsformen immer weiter fortschreitet. Mutieren traditionelle Textsorten der Presse unter Verweis auf die entsprechenden Webpräsenzen zu Rumpftextsorten oder bedingen sie eine Ausdifferenzierung derselben? Welche Formen der Multimodalität entstehen online und offline durch dieses Aufeinandertreffen und welche medientechnischen Funktionalisierungen lassen sich beobachten? Ist das Konzept der Textsorte unter diesen neuen Bedingungen noch tragfähig und welche Alternativen stehen uns zur Verfügung? Wie können wir die neuen Verweisstrukturen text(sorten)theoretisch greifbar machen oder haben wir es nur mit „altem Wein in neuen Schläuchen“ zu tun? Welche Auswirkungen haben die Entwicklungen auf sprachkulturell etablierte Konventionen des kommunikativen Handelns und inwieweit lassen sich Teiltextsorten als (hyper)textsortenpartikulär oder –übergreifend charakterisieren? Wie lassen sich Polyfunktion und Polythematik medienlinguistisch greifbar machen? Es ist Zeit für eine neue Auseinandersetzung. Wir erhoffen uns deshalb zu den angesprochenen sowie folgenden konkreten Fragestellungen Beiträge mit theoretischer, methodologischer oder empirischer Schwerpunktsetzung:

- Welche Auswirkungen hatten und haben die Sozialen Netzwerke auf länger etablierte Kommunikationsformen in und außerhalb des Internets (z.B. Briefe, E-Mails, SMS)?
- Welche Rückkopplungseffekte der Sozialen Netzwerke auf traditionelle Medientextsorten (Print, Rundfunk, TV) lassen sich beobachten?
- Welche mediensprachlichen Entwicklungen im 3. Jahrtausend lassen sich unabhängig von den Sozialen Netzwerken feststellen?
- Inwieweit besteht ein Zusammenhang zwischen dem Sprachgebrauch der Nutzer Sozialer Netzwerke und ihrer standardsprachlichen Kompetenz?
- Führt die dominant jugendliche Nutzergemeinde Sozialer Netzwerke zu einem stärker jugendorientierten Sprachgebrauch in Neuen und Alten Medien?
- Welche Folgen hat die globale Verbreitung Sozialer Netzwerke auf den Gebrauch bestimmter Einzelsprachen bzw. auf den Erhalt kulturell verankerter Kommunikationstraditionen?

Die Tagungsgebühr beträgt 40,- Euro, eine Publikation der Beiträge ist geplant.

Organisation: Eva-Martha Eckkrammer, Johannes Müller-Lancé

Call for Papers:

Alle interessierten WissenschaftlerInnen sind eingeladen, sich mit einem Vortrag an der Tagung zu beteiligen. Geplant sind Beiträge von 20 Minuten Dauer, gefolgt von 10 Minuten Diskussion.

Bitte reichen Sie bis zum 30. August 2013 ein Abstract von max. 2500 Zeichen (incl. Literaturangaben) an folgende Adressen ein: eckkrammerphil.uni-mannheim.de; mueller-lancephil.uni-mannheim.de.



Read more issues|LINGUIST home page|Top of issue



Page Updated: 20-Jun-2013

Supported in part by the National Science Foundation       About LINGUIST    |   Contact Us       ILIT Logo
While the LINGUIST List makes every effort to ensure the linguistic relevance of sites listed on its pages, it cannot vouch for their contents.