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LINGUIST List 24.2648

Mon Jul 01 2013

Confs: German, Syntax, Pragmatics, Text/Corpus Ling/France

Editor for this issue: Alison Zaharee <alisonlinguistlist.org>

Date: 01-Jul-2013
From: Hélène Vinckel-Roisin <helene.vinckelparis-sorbonne.fr>
Subject: Das „Nachfeld” im Deutschen zwischen Syntax, Informationsstruktur und Textkonstitution
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Das „Nachfeld” im Deutschen zwischen Syntax, Informationsstruktur und Textkonstitution

Date: 30-Jan-2014 - 31-Jan-2014
Location: Paris, France
Contact: Hélène Vinckel-Roisin
Contact Email: < click here to access email >

Linguistic Field(s): Pragmatics; Syntax; Text/Corpus Linguistics

Subject Language(s): German

Meeting Description:

Das „Nachfeld” im Deutschen zwischen Syntax, Informationsstruktur und Textkonstitution: Stand der Forschung und Perspektiven

Im Vergleich zum Vorfeld und allgemeiner zum linken Rand des deutschen Satzes wurde das „Nachfeld” (postfield) in der linguistischen Forschung lange Zeit stiefmütterlich behandelt. Traditionell als Satzposition nach dem „rechten Klammerteil” definiert, findet es erst in jüngerer Zeit verstärkt Beachtung. Dabei richtet sich das Augenmerk nicht nur auf satzwertige Konstituenten wie Subjunktor- oder Relativsätze, die entsprechend der unmarkierten Linearisierungs abfolge üblicherweise im Nachfeld stehen, sondern auch und gerade auf nicht-satzwertige Konstituenten - als einen exemplarischen Fall von strukturell markierter Abfolge. In präskriptiven Grammatiken eine Zeit lang als „Abweichung von der Norm” bzw. als „unkorrekt” in der Schriftsprache bezeichnet, erfreut sich die Besetzung des Nachfeldes durch eine oder mehrere nicht-satzwertige Konstituente(n) im heutigen Sprachgebrauch großer Beliebtheit. Während bisher vor allem die Formen nicht-satzwertiger Nachfeldkonstituenten und die morphosyntaktischen Gründe für die Nachfeldstellung behandelt bzw. terminologische Abgrenzungsversuche unternommen wurden (siehe z.B. Ausklammerung vs. Nachtrag), stand die Forschung zu den Effekten solcher Nachfeldbesetzungsformen und zu deren textueller Relevanz hingegen bislang eher im Hintergrund.

Ziel der Tagung ist es somit, einen internationalen Dialog unter ForscherInnen anzustoßen, die sich mit der Besetzung des Nachfeldes im Deutschen beschäftigen.

Plenarvortrag:

Prof. Dr. Gisela Zifonun: „Der rechte Rand in der IDS-Grammatik: Evidenzen und Probleme”

Organisation/Kontakt:

Hélène Vinckel-Roisin (helene.vinckelparis-sorbonne.fr)
Université Paris-Sorbonne
U.F.R. d’Etudes germaniques et nordiques
CoVariUs, UMS 3323

Wissenschaftlicher Beirat:

Séverine Adam (Université Paris-Sorbonne), Martine Dalmas (Université Paris-Sorbonne), Karl Gadelii (Université Paris-Sorbonne), Thierry Gallèpe (Université Michel de Montaigne (Bordeaux 3)), Laurent Gautier (Université de Bourgogne), Susanne Günthner (Westfälische Wilhelms-Universität Münster), Gottfried Marschall (Université Paris-Sorbonne), André Meinunger (Zentrum für Allgemeine Sprachwissenschaft, Berlin), Valeria Molnár (Lund University), Jan Pekelder (Université Paris-Sorbonne), Eva Schlachter (Humboldt-Universität zu Berlin), Angelika Wöllstein (Institut für Deutsche Sprache, Mannheim)

Tagungsgebühr: 50 Euro
Ermäßigter Preis für Studierende / Doktoranden und Teilnehmer ohne Einkommen: 25 Euro

Mittwoch, den 29.1.2014
Ort: Sorbonne, 54 rue Saint Jacques 75005 Paris

17.30-18.30
Anmeldung (Salle des Actes)

ab 18.30
Warming Up (« Le Club des Enseignants »)

Donnerstag, den 30.1.2014
Ort: Centre Universitaire Malesherbes, 108 bd. Malesherbes 75017 Paris

ab 8.15
Anmeldung

9.00
Begrüßung

9.15-10.00
Eröffnungsvortrag von Gisela Zifonun: „Der rechte Rand in der IDS-Grammatik: Evidenzen und Probleme”

10.00-10.40
Norbert Dittmar (Berlin/Neapel)/Valentina Russo (Neapel): „Die rechte Peripherie narrativer Äußerungen im Deutschen zwischen Typen grammatisch gebundener und pragmatisch ‘angehängter’ Muster”

10.40-11.00
Kaffeepause

11.00-11.40
Werner Frey (Berlin): „Zur Positionierung von Konstituenten im Nachfeld des Deutschen”

11.40-12.20
Nadine Proske (Mannheim): „Die Rolle von Nachfeldbesetzungen bei der Einheitenbildung im gesprochenen Deutsch”

12.20-13.00
Wolfgang Imo (Duisburg-Essen): „Nachfeldbesetzungen zwischen grammatischem Muster und inkrementeller Struktur”

13.00-14.30
Mittagsbuffet

14.30-15.10
Susanne Günthner (Münster)/Katharina König (Münster): „Temporalität und Dialogizität als interaktive Faktoren der Nachfeldpositionierung - ‚irgendwie’ im gesprochenen Deutsch”

15.10-15.50
Maria Alm (Sønderborg): „Die Funktion von rechtsperipheren Konnektiven”

15.50-16.30
Christiane Andersen (Göteborg): „Nachfeld im Kontakt. Konstituenten- und Informationsstruktur im gesprochenen Deutsch unter besonderer Berücksichtigung einer deutschen Varietät in Sibirien”

16.30-16.50
Kaffeepause

16.50-17.30
Anja Kleemann-Krämer (Potsdam)/Sarah Pötzl (Potsdam): „Zur Integration extraponierter vs. rechtsversetzter PPn im deutschen Nachfeld”

17.30-18.10
Katharina Turgay (Koblenz-Landau): „Nicht-satzwertige Adjunkte im Nachfeld. Ein korpusgestützter Vergleich zwischen gesprochener und geschriebener Sprache”

20.00
Gemeinsames Abendessen

Freitag, den 31.1.2014
Ort: Centre Universitaire Malesherbes, 108 bd. Malesherbes 75017 Paris

8.45-9.25
Daniela Elsner (Bochum): „Nicht-sententiale Elemente im Nachfeld. Eine Analyse kindlicher Sprachdaten”

9.25-10.05
Eva Breindl (Erlangen-Nürnberg): „Die Besetzung des Nachfelds in argumentativen Texten: Diskursstrategien bei Muttersprachlern und bei fortgeschrittenen DaF-Lernern”

10.05-10.45
Mikaela Petkova-Kessanlis (Sofia): „Nachfeldbesetzungen und ihre kommunikative Funktion in wissenschaftlichen Texten”

10.45-11.05
Kaffeepause

11.05-11.45
Marco Coniglio (Berlin)/Eva Schlachter (Berlin): „Das Nachfeld im Deutschen zwischen Grammatik, Informations- und Diskursstruktur. Eine diachrone, korpusbasierte Untersuchung”

11.45-12.25
Said Sahel (Bielefeld): „Die Ausklammerung im Gegenwartsdeutschen ist keine Sprachwandel-erscheinung!”

12.25-13.05
Gottfried R. Marschall (Paris): „Die poetische Besetzung des Nachfelds”

13.05-14.30
Mittagsbuffet

14.30-15.10
Angelika Wöllstein (Mannheim): „Nachgestellte reine Infinitive - ein blinder Fleck”

15.10-15.50
Maria Balbach (Potsdam): „Das Nachfeld des prädikativen Adjektivs

15.50-16.30
André Meinunger (Berlin): „Vokative und Rechtsversetzungen im Deutschen”

16.30-16.50
Kaffeepause

16.50-17.30
Katharina Hartmann (Wien)/Marianna Patak (Berlin): „Und zwar haben wir hier ein Problem”

17.30-18.10
Hubert Truckenbrodt (Berlin): „Zur Analyse von Heavy NP Shift im Deutschen”

20.00
Gemeinsames Abendessen

Rahmenprogramm: Samstag, den 1.2.2014

10.00
(optional) Führung in deutscher Sprache durch die Opéra national de Paris/Opéra Garnier (http://www.operadeparis.fr).
Dauer: 1,5 Stunden.
Preis: 12,50 Euro.

Anmeldung / Kontakt / Informationen: helene.vinckelparis-sorbonne.fr



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Page Updated: 01-Jul-2013

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