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Das Katalanische in der frühen NeuzeitUntersuchungen zur Grammatikalisierung von Auxiliaren und Kopulae in Selbstzeugnissen der EpochePatrick O. SteinkrügerGeisteswissenschaftliche Zentren BerlinDiese Untersuchung stellt eine umfassende Darstellung zur verbalgrammatischen Entwicklung des Katalanischen in der Frühen Neuzeit (16. bis 18. Jahrhundert) dar und befaßt sich in der Hauptsache mit Auxiliarisierungen jenes Zeitraumes, insbesondere der Kopulae ser/estar, der haben-Verben haver/tenir sowie der Bewegungsverben anar 'gehen', tornar 'wiederkehren' und venir 'kommen'. Aufgrund ihrer lexikalischen Ausgangsbedeutung sind diese Verben universal gesehen für Auxiliarisierungen prädestiniert. Das hinsichtlich der Textsorte homogene Korpus besteht aus privaten Tagebüchern und Memoiren, die neben Briefen von den Historikern zur Kategorie der Selbstzeugnisse (oder auch Ego-Dokumente) gerechnet werden.In den Analysen werden (mikro-)typologische Veränderungen im Katalanischen der Frühen Neuzeit untersucht, die dazu beigetragen haben, daß das Katalanische heutzutage - typologisch betrachtet - zusammen mit dem Spanischen und dem Portugiesischen zu den iberoromanischen Sprachen gerechnet werden muß. Hierbei wird die dialektale Ausgliederung des Katalanischen beobachtet, die während der Frühen Neuzeit stattfand und nicht auf prähistorische Substrate zurückzuführen ist. Auch werden hierbei theoretische Fragen und Bereiche der allgemeinen Sprachwissenschaft berührt, insbesondere der Grammatikalisierungstheorie (Grammatikalisierung von Verben zu Auxiliaren vor dem Hintergrund kognitiver Theorien) und der Sprachwandelforschung (uantifizierung und ualifizierung von Wandelphänomenen über längere Zeiträume). Was den letztgenannten Aspekt anbelangt, so bildet Nichtlinearität keine empirische Ausnahmeerscheinung.Ein Anhang mit transkribierten Manuskripten, die bisher unpubliziert waren, ein Glossar und ein ausführliches Literatur-verzeichnis zum frühneuzeitlichen Katalanisch vervollständigen den Band.
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