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Grammatiktheorie mit lexikographischem Ausblick
Grammatiktheoretische Grundlagen der zweisprachigen Lexikographie der
Sprachen Igbo und Deutsch.
Chinedu Uchechukwu
Universität Bamberg
Die Arbeit setzt sich in drei Schritten mit der Grammatikographie und der
Lexikographie der afrikanischen Sprache Igbo auseinander. Im ersten Teil
wird die Geschichte der Wörterbuch- und Grammatikschreibung des Igbo als
eine noch nicht abgeschlossene Entwicklung von der Fremdkulturperspektive
zur Eigenkultur-perspektive dargestellt.
Der zweite Teil untersucht einen für die Lexikographie zentralen
grammatischen Bereich: die Wortarten. Auf der theoretischen Basis der
kognitiven Linguistik, vornehmlich der Cognitive Grammar von Langacker,
kommt die Arbeit zu einer neuen, dem Igbo gerecht werdenden, Beschreibung
aller Wortarten. Ein Schwerpunkt liegt in der Zurückweisung der bislang in
den Wörterbüchern praktizierten Einteilung der Verben in transitive und
intransitive. Modellhaft werden Wörterbuchartikel erarbeitet.
Im dritten Teil werden zur realistischen Einschätzung der Notwendigkeit
zweisprachiger Wörterbücher Deutsch-Igbo, Igbo-Deutsch (für Deutsche wie
für Igbo) Grundlageninformationen gesammelt: Sprachsituation,
geolinguistische Topologie, Schul- und Hochschulsystem Nige-rias,
existierende Beziehungen zwischen Deut-schen und Igbo-Sprechern. An
konkreten Beispielen wird abschließend gezeigt, wie ein zweisprachiges
Wörterbuch Igbo-Deutsch, Deutsch-Igbo aussehen könnte.
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