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Die Dokumentation der zum Niederdeutschen gehörenden westniederpreußischen
Dialekte ist auch mehr als sechzig Jahre nach der Vertreibung der Bewohner
aus der alten Heimat recht dürftig. Für das Danziger Höhen-Platt und das
Danziger Küsten- oder Nehrungs-Platt trifft dies in besonders hohem Maße
zu. Seit Ende der neunziger Jahre haben sich aber erfreulicherweise des
wichtigsten Unterdialektes des Küsten-Platts, des Stutthöfer Platts, zwei
kompetente Kenner, Kurt Gutowski und Harry Grieger, angenommen, und von
diesen beiden Autoren stammen mehrere Veröffentlichungen über diesen
Dialekt aus den Jahren 1999 bis 2004. Die Texte in Stutthöfer Platt sind
alle ins Hochdeutsche übersetzt worden. Alle diese Arbeiten wurden
überarbeitet, ergänzt und herausgegeben von Jürgen Pinnow.
So existiert jetzt eine ziemlich ausführliche Einführung ins Stutthöfer
Platt von Harry Grieger (2004), ein umfangreiches Wörterverzeichnis von
beiden Autoren (2000) und zahlreiche Texte, Prosa und Poesie. Damit rückt
das Stutthöfer Platt zu dem best-dokumentierten westniederpreußischen
Dialekt auf, wenn nicht sogar zu dem des gesamten Niederpreußischen.
Trotz dieser für die Sprachgeschichte großen Wichtigkeit wurden diese
Arbeiten aus verschiedenen Gründen nicht entsprechend beachtet, u.a.
deswegen, weil sie im Selbstverlag des Herausgebers und in sehr
bescheidener Ausstattung erschienen sind.
Dieser erwähnten Bedeutung eingedenk, konnte kürzlich das einführende Werk
von Harry Grieger im LINCOM Verlag, München, neu herausgegeben werden.
Mit der vorliegenden Sammlung sind sämtliche Texte dieses Dialektes
systematisch zusammengefasst und dem Leser somit gut zugänglich. Damit
steht die Dokumentation des Stutthöfer Platts nun auch äußerlich auf einem
besseren Fundament und wird hoffentlich von der Germanistik beachtet werden.
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