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Die Diskussion um den neuen Bildungskanon hat im Zeitalter der europäischen
und globalen Bildungsräume neue Aktualität erlangt. Der IV.
Wissenschaftliche Kongress der Italienischen Germanistenvereinigung (AIG)
hat sich diesem Thema gewidmet. Die Ergebnisse der Tagung 2007 werden in
diesem Band publiziert. Zwei Themenfelder dominieren: Zum einen die neue
Rolle der Linguistik als Vermittlerin grundlegender kommunikativer
Fähigkeiten und interkultureller Kompetenz im Bereich der Mehrsprachigkeit
und Übersetzungswissenschaft, zum anderen die Literaturwissenschaft in der
Reflexion neuer Begriffe und Verbindlichkeiten, sowie in der Öffnung für
neue grenzüberschreitende Themenfelder. Es geht in dem Band um Wahrung der
Tradition und deren Neudefinition in einer sich in der Gegenwart
selbstbewusst positionierenden Wissenschaft.
Aus dem Inhalt:
Simonetta Sanna: Vorwort der Herausgeberin - Marina Foschi Albert:
«Grundgrammatik» des Deutschen: ein sprachwissenschaftlicher Lehrinhalt für
den universitären DaF-Bereich - Marianne Hepp: Zum Stellenwert der
Wortbildung im universitären DaF-Bereich - Barbara Stein: (Un)zeitgemäße
Betrachtung über Nutzen und Nachteil der Sprachgeschichte im Studium der
modernen Sprachen - Sabrina Ballestracci: Ein kontrastiver Kanon für die
DaF-Grammatiken - Elisabetta Moneta Mazza: Das Konzept der
Mehrsprachigkeit: neue Perspektiven für den DaF-Unterricht - Ulrike Reeg:
Themenschwerpunkt «Interkulturelle Kommunikation»: Lehr- und
Forschungsprojekte für den Masterstudiengang - Italo Michele Battafarano:
Gegen die annalistische Begrifflichkeit und für die Textanalyse in der
Germanistik an italienischen Universitäten - Isolde Schiffermüller:
Reduktion, Revision oder Reflexion des Kanons? Sieben Thesen zur deutschen
Literatur an der italienischen Hochschule - Simonetta Sanna: Kanon und
Interpretation. Für eine Deontologie des literarischen Dialogs - Ursula
Bavaj: Kultureller Kanon - literarischer Kanon: Lernziel Deutschland -
Hermann Dorowin: Zu kurz für den Kanon? Zum Problem der 'kleinen Form' -
Lia Secci: Kanonisierungsprobleme für die interkulturelle Literatur - Lucia
Perrone Capano: Der Kanon als instabile Konstellation. Interkulturelle und
didaktische Herausforderungen - Serena Grazzini: Der
kulturwissenschaftliche Kanonbegriff. Das Beispiel der Heimatkunst - Rita
Calabrese: Eine neue deutsch-jüdische Literatur? - Ulrike Böhmel:
Frauenspezifische Perspektiven in der Kanondebatte - Renata Gambino:
Kulturkonstellationen: Frauen in der deutschen Literatur zwischen
Aufklärung und Romantik - Maria Franca Frola: Alchimie: kanonisches Element
der westlichen Kultur - Barbara Sasse: Ansätze literarischer Kanonbildung
in der deutschen Literatur des 15./16. Jahrhunderts -Giulia Cantarutti:
Aurelio de' Giorgi Bertolas Idea della bella letteratura alemanna - Elena
Polledri: Literarischer Kanon und Übersetzung in der Goethezeit.
Übersetzung der Klassiker und Klassiker der Übersetzung - Jutta Linder:
«Wer vieles bringt, wird manchem etwas bringen.» Zu einem Goetheschen
Modell ästhetischer Erziehung - Lorella Bosco: «Gott behüte uns vor ewigen
Werken!» Goethes und Friedrich Schlegels Replik auf Daniel Jenisch - Giulia
A. Disanto: 1947-1967: Zwanzig Jahre der Beeinflussung. Die Gruppe 47 und
die Etablierung eines Kanons der Deutschen Literatur.
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