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Diese Untersuchung ist die bisher umfangreichste - auch für Nichtslavisten
bestimmte - Darstellung der Gesamtproblematik der Sprachenkontroverse nach
dem Zerfall Jugoslaviens. Die Kernfrage, ob Kroatisch, Serbisch,
Bosn(iak)lsch und Montenegrinisch neuerdings als verschiedene Sprachen oder
weiterhin als Varianten bzw. Varietäten einer Sprache zu betrachten sind,
wird hier unter Einbeziehung historischer Hintergründe unter
kommunikationswissenschaftlichen, linguisti-schen, soziolinguistischen,
sprachpolitischen und sprachenrechtlichen Aspekten analysiert.
Adressaten sind daher außer Slavisten auch Allgemeine Sprachwissenschaftler
sowie Politologen und Zeithistoriker mit Interesse an Fragen der
Sprach(en)- und Nationalitätenpolitik. Eine Bibliographie (mit über 1500
Einträgen) erfaßt erstmals die weltweit publizierten Mono-graphien,
Sammelbände, Aufsätze und Rezensio-nen zum postjugoslavischen Sprachenstreit.
Inhalt: Vorwort 1. Geschichte des Serbokroatischen und seiner Benennungen
bis zum postjugoslavischen Sprachenschisma. 2. Sprach-varianten: Relation
zum Systembegriff und Variantentypen. 3. Ausbausprachen und
Kultur-dialekte. 4. Die Standardsprachenproblematik. 5. Wechselseitige
Verständlichkeit von Idiomen. 6. Sezession des Kroatischen. 7. Sprachliche
Eman-zipationsbestrebungen der bosnischen Muslime. 8. Isolierung des
Serbischen. 9. Montenegrinisch: Komponente des Serbischen oder autonome
Sprache? 10. Sprache und Sprecher: folk lin-guistics. 11. Sprache und
Recht: Amtssprachen und amtliche Glottonyme. 12. Bestandsaufnahme und
Ausblick. Bibliographie und Literatur-verzeichnis.
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