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Mit der globalen Verfügbarkeit neuer Medien verändern sich unsere
Informations- und Kommunikationsgewohnheiten. Dieser Band geht der Frage
nach, welchen Einfluss die veränderte Mediennutzung auf den Kontakt
zwischen Sprachen und Kulturen hat. Die Beiträge befassen sich mit den
Konsequenzen der weltweiten Verfügbarkeit neuer Medien für eine neue
Informationsethik, mit Veränderungen im Kodesystem einzelner
Sprachgemeinschaften und mit neuen Formen der Partizipation am globalen
Diskurs durch die Nutzung neuer Kommunikationsformen. Unter anderem
werden die Bedingungen für den Abbau von Vorurteilen gegenüber anderen
Kulturen durch die Kommunikation in neuen Medien untersucht, wobei
einzelne Beiträge von erfolgreich verlaufenen Sprach- und Kulturkontakten in
neuen Medien berichten. Sie zeigen auf, wie und unter welchen Bedingungen
sich neue Möglichkeiten des Sprach- und Kulturkontakts eröffnen.
Aus dem Inhalt:
Franc Wagner: Die neuen Medien als Herausforderung für den Sprach- und
Kulturkontakt
- Brigitte Odile Endres: Kulturkontakt durch Warblogs: Botschaften aus
Bagdad
- Ernest W. B. Hess-Lüttich: Sollen/Dürfen/Müssen muslimische Mädchen
schwimmen lernen? Eine interkulturelle Medien-Debatte in der deutschen
Schweiz
- Said Sahel: Die Rolle der Neuen Medien bei der Entstehung neuer
Schriftformen - Der Fall einer diglossischen Sprachgemeinschaft
- Lars Hinrichs/Dagmar Deuber: Writing non-standardized Pidgin/Creole
languages in computer-mediated communication: A comparison of
orthographic strategies in Jamaican Creole and Nigeran Pidgin
- Gesine Lenore Schiewer: Interkultureller Medienkontakt - Perspektiven der
Konfliktlinguistik und Informationsethik
- Karin Vogt: Medialer Kulturkontakt als Herausforderung - Überlegungen zu
einem Kompetenzmodell für medial vermittelte interkulturelle Kommunikation
in Unterrichtskontexten.
Die Herausgeber:
Ulla Kleinberger ist Professorin für Angewandte Linguistik an der Zürcher
Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Institut für Übersetzen und
Dolmetschen, und Titularprofessorin der Universität Zürich für
"Germanistische Linguistik".
Franc Wagner beteiligt sich am Forschungsschwerpunkt "Text und
Normativität" der Universität Luzern und ist Dozent im angegliederten
ProDoc-Doktorandenkolleg.
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