|
Welche sind die Bedingungen und Perspektiven der linguistischen Frage nach
der Wissenschaftssprache? Was ist eigentlich im linguistischen Sinne
«Wissenschaftssprache»? Die vorliegende Untersuchung geht von den vom
Prager Funktionalismus geprägten Ursprüngen der
Wissenschaftssprachbetrachtung aus. Sie bestimmt den spezifischen
theoretischen Raum der Wissenschaftssprache und analysiert die Ergebnisse
der bisherigen Forschung auf dem Gebiet des Deutschen als
Wissenschaftssprache. Die Auseinandersetzung mit der Archäologie des
Wissens von Foucault bietet Lösungsansätze für konzeptuelle
Schwierigkeiten und empirische Analysen. Eine funktionale Annäherung an
die Einleitungen zu wissenschaftlichen Zeitschriftenaufsätzen rundet die
Untersuchung ab.
Inhalt: Versuch einer Orientierung in der linguistischen Frage nach der
Wissenschaftssprache (Das Problem der Wissenschaftssprachforschung -
Grundlagen einer Wissenschaftssprachtheorie: Das funktionale
Koordinatensystem - Die Wissenschaftssprachforschung geht in die
Fachsprachenforschung über) - Voraussetzungen und Ergebnisse der
neueren Wissenschaftssprachforschung (auf dem Gebiet des Deutschen als
Wissenschaftssprache) - Perspektiven der Wissenschaftssprachtheorie in
Bezug auf die Diskurstheorie von Foucault - Die Einleitungen zu
wissenschaftlichen Zeitschriftenaufsätzen: Eine funktionale Annäherung
(Textteilstrukturelle Analyse - Von der textteilstrukturellen zu einer rhetorisch-
strukturellen Analyse der Einleitungen: Das CARS-Modell von J. Swales -
Aspekte einer funktionalen Analyse der Einleitungen).
Giancarmine Bongo ist zur Zeit Assistenzprofessor für Deutsche Sprache
und Sprachwissenschaft an der Universität Neapel «Federico II». Er studierte
Germanistik in Neapel, Freiburg i. Br. und Konstanz. 2005 promovierte er an
der Universität Modena e Reggio Emilia. Seine wissenschaftlichen
Schwerpunkte liegen im Bereich der Wissenschafts- und
Fachsprachenforschung (einschließlich der Popularisierung), der Text- und
Diskurslinguistik sowie des Deutschen als Fremdsprache (insbesondere als
Tertiärsprache).
|