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Description:
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Diese Arbeit zieht die Lehren aus sechs Lexikonprojekten zur Deutschen
Gebärdensprache (DGS). Sie ist gleichzeitig eine Einführung in grundlegende
Aspekte der Lexikologie und Lexikographie sowie in die Korpuslinguistik von
Gebärdensprachen. Dabei stehen die für jede Erforschung gesprochener
Sprachen zentralen Arbeitsschritte der Transkription und Annotation im
Vordergrund. Um Gebärden segmentieren und sprachlichen Einheiten
zuordnen zu können, bedarf es Kriterien, die konsistent auf alle Daten
angewendet werden. Diese Kriterien sind Elemente eines Lexikonmodells,
das wiederum die Entwicklung geeigneter Annotationswerkzeuge
bestimmt.Die Bedeutung des hier dargestellten Lexikonmodells liegt darin,
dass zum ersten Mal das zentrale Merkmal von Gebärden, ihre Bildhaftigkeit
(Ikonizität), in der lexikalischen Analyse umfassend berücksichtigt wird.
Damit wird eine Brücke geschlagen von Forschungarbeiten zur Funktion von
Ablesewörtern in der DGS (Ebbinghaus & Heßmann) zum Ansatz der
französischen Gebärdensprachforschung (Cuxac), der die Ikonizität in den
Mittelpunkt seiner Analyse stellt, Fragen zu lexikalischen Struktur bisher
jedoch vernachlässigte. Gleichzeitig werden aktuelle korpuslinguistische
Arbeiten der internationalen Gebärdensprachforschung mit einbezogen.
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