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Description:
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Jugendliche schreiben und lesen in ihrer Freizeit in vielfältigen Kontexten: zur
Kontaktpflege, zur Lebensbewältigung, aus Freude am Gestalten oder am
Eintauchen in das Leben anderer Menschen. Dabei erhält Literalität individuell
unterschiedliche Bedeutungen. In der vorliegenden Längsschnittstudie wurde
ergründet, welchen Einfluss das soziokulturelle Umfeld und darin entstandene
literale Praxen auf die Entwicklung von Textkompetenz haben. Durch die
Instanzen der literalen Sozialisation von Elternhaus, Peers und Schule
kommen Jugendliche mit unterschiedlichen Schreib- und Leseformen in
Kontakt; in aktiver Auseinandersetzung mit diesen Angeboten des
soziokulturellen Umfeldes finden sie zu ihrer eigenen literalen Praxis und
erhält diese eine lebensweltliche Bedeutung. Sinnhaft werden kann Literalität
in vielfältigen Kontexten: bei der Kontaktpflege und -organisation mit
Gleichaltrigen im Internet, der Lebensbewältigung im Tagebuch, der
praktischen Nachricht am Kühlschrank, durch die Freude am Gestalten von
Kurzgeschichten oder beim Eintauchen in das Leben anderer Menschen im
Buch. Je nach lebensweltlichem und funktionalem Kontext entstehen andere
literale Bedürfnisse, werden anforderungsspezifisch andere literale
Kompetenzen gefordert und gefördert. Letztlich erwirbt jedes Individuum jene
Kompetenzen, welche es erfolgreich an seinem soziokulturellen Umfeld
teilhaben lassen. In der vorliegenden Längsschnittstudie wurde der Einfluss
des soziokulturellen Umfeldes und der darin entstandenen literalen Praxen
auf die Entwicklung von Textkompetenz ergründet.
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