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Description:
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Die Frage, wie unter den Bedingungen sich ändernder demographischer
Verhältnisse einerseits europäische Mehrsprachigkeit, andererseits
Zuwanderung und Integration– individuell und kollektiv – erfolgreich
organisiert werden können, ist eine der europäischen Schlüsselfragen.
Sprache ermöglicht im Integrationskontext nicht nur den entscheidenden
Zugang, sie ist auch einer der wichtigsten Identitätsträger: Will man etwas
wissen über die Bedingungen und Möglichkeiten von Integration, dann ist das
Wissen um die primären sprachlich-identitären Verortungen der Menschen
dafür die Basis. Von Interesse sind dabei nicht nur die Zielsprache der
Mehrheitsgesellschaft, sondern auch die jeweiligen Erstsprachen. Die
spezifischensprachlichen Kompetenzen von Menschen mit
Migrationshintergrund werden gegenwärtig kaum wahrgenommen, geschweige
denn genutzt – weder in Programmen zur sprachlichen Integration noch auf
dem Arbeitsmarkt oder als Vorteil für die einheimische Wirtschaft. Hier liegt
jedoch viel individuelles wie gesamtgesellschaftliches Potenzial. In diesem
Band wird die gegenwärtige Situation in Deutschland mit derjenigen in
Ländern mit prominenten Mehrsprachigkeitskonstellationen (von der Schweiz
bis Indien) kontrastiert.
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