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Description:
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Man teilt die deutschen mundarten gewöhnlich zunächst in drei hauptgruppen:
ober- oder hoch-, mittel-und niederdeutsch. Diese Scheidung gründet sich
vornehmlich auf den consonantenstand der mundarten, ihr verhalten zu der
sogenannten zweiten oder hochdeutschen lautverschiebung. Niederdeutsch
ist dasjenige gebiet, in welchem die Verschiebung auf der untersten stufe
stehen geblieben ist (ungenau ist es, wenn man sagt, dass überhaupt keine
Verschiebung eingetreten sei), oberdeutsch dasjenige, in welchem sie am
weitesten gegangen ist, mitteldeutsch das dazwischenliegende, in welchem
sie weiter als im niederdeutschen, nicht so weit als im oberdeutschen
gegangen ist. Man pflegt aber auch unter der bezeichnung 'hochdeutsch' das
ober- und mitteldeutsche zusammenzufassen. Insbesondere bezeichnet man
unsere jetzige Schriftsprache als hochdeutsch, welche doch im wesentlichen
auf mitteldeutscher grundlage ruht. Auch wir werden in unserer darstellung die
mitteldeutschen mundarten neben den oberdeutschen berücksichtigen.
Man pflegt in der entwickelung der deutschen wie der übrigen germanischen
dialekte drei hauptperioden anzusetzen, die man als alt, mittel und neu
unterscheidet, also althochdeutsch, mittelhochdeutsch und neuhochdeutsch.
Die grenze zwischen ahd. und mhd. setzt man gewöhnlich um 1100, die
zwischen mhd. und nhd. um 1500 an. Doch ist der übergang natürlich
einganzallmähliger, und innerhalb der periode von 1100-1500 lassen sich
wieder verschiednene entwicklungsstufen unterscheiden. Wir legen unserer
darstellung die verhältnisse in der blütezeit der mittelhochdeutschen literatur
zu grunde, d.h. am ende des XII. und in der ersten hälfte des XIII. jarhd. (aus
der Einleitung der sechsten Auflage, 1904).
Inhalt: Lautlehre – Flexionslehre – Sytax – Wortregister – Sachregister.
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