Diese Arbeit stellt einen - gegenwärtig zumeist als 'Ethnolinguistik'
bezeichneten - Grenzbereich der Ethnologie und der Linguistik aus einer
historischen Perspektive dar. Beginnend mit dem späten 18. Jahrhundert wird
untersucht, mit welcher Zielsetzung und aus welcher Motivation heraus im
deutschsprachigen Raum sprach- und kulturbezogene Daten behandelt und
miteinander in Bezug gesetzt wurden und werden. Die Arbeit bündelt damit
Quellen zu einem bestimmten thematischen Spektrum der deutschsprachigen
Humanwissenschaften, die aus einem Zeitraum von mehr als 200 Jahren
stammen. Die Darstellung erfolgt chronologisch und bezieht u.a. die
Arbeiten von Herder, Wilhelm v. Humboldt, August Friedrich Pott, Adolf
Bastian, Ernst Haeckel, Friedrich Ratzel, Wilhelm Schmidt, Carl Meinhof und
Benjamin Whorf ein. Die Arbeit hebt den Stellenwert interdisziplinären
Arbeitens hervor und soll zugleich die Ethnologie dazu anregen, sprachliche
Aspekte und linguistische Erkenntnisse in einem stärkeren Maß als
heutzutage zumeist üblich zu berücksichtigen.
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