Die Arbeit beschreibt im Rahmen der Conceptual Metaphor Theory, wie das
Gehirn als Gegenstand wissenschaftlicher Forschung metaphorisch beschrieben
und konzeptualisiert wird. Grundlage der Untersuchung bildet eine
kognitiv-linguistische Analyse eines Korpus populärwissenschaftlicher Texte
über das Gehirn. Es wird gezeigt, dass die Konzeptualisierung des Gehirns
auf drei Typen von Metaphern beruht: Raummetaphern, Personifizierungen und
technischen Metaphern. Diese drei Metapherntypen sind nicht nur im Bereich
der Hirnforschung, sondern insgesamt kennzeichnend für die Übertragung
konkreter auf abstrakte Konzepte und daher auch in anderen
Wissenschaftsbereichen prägend für die Strukturierung abstrakter
Forschungsgegenstände.