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Title:
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Eigennamen in französischen Pressetexten
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Author:
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Frank Paulikat
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Email:
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Degree Awarded:
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Friedrich-Schiller-Universität Jena
, Department of Romance Philology
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Degree Date:
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1996
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Linguistic Subfield(s):
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Discourse Analysis
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Subject Language(s):
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French
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Director(s):
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Wolfgang Schweickard
Martin-Dietrich Gleßgen
N. Pfister
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Abstract:
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Die Verwendung von Eigennamen in der Presse ist in besonderem Masse an die tagespolitische Aktualität gebunden. Vor allem bei Personennamen ist die Bekanntheit des Bezeichneten für Formen und Funktionen des Gebrauchs entscheidend. In der Regel wird vorausgesetzt, dass der Leser mit dem jeweiligen Namen eine bestimmte Person verbindet; über die Identifizierung hinaus werden aber auch bestimmte Eigenschaften des Namenträgers als bekannt vorausgesetzt. Der Gebrauch von Eigennamen in der Presse ist also in Abhängigkeit vom enzyklopädischen Wissen sowohl des Journalisten als auch des potentiellen Lesers einer Zeitung oder Zeitschrift zu sehen.
Als Materialbasis der empirischen Untersuchung zu Formen und Funktionen des Eigennamengebrauchs wurde auf Belege aus der Neologismensammlung BORNEO (INaLF) in Nancy zurückgegriffen. In informatisierter Form liegen hier ca. 100.000 Belege zu Neologismen aus etwa 200 verschiedenen Zeitungen und Zeitschriften aus frankreich und der Frankophonie vor. Der zeitliche Rahmen der Untersuchung (ab 1960) entspricht dem Auswertungszeitraum der BORNEO-Materialien.
Zu den in der Dissertation behandelten Aspekten des Eigennamengebrauchs gehören die Problematik der orthographischen Angleichung von Exonymen, Metonymien und Metaphern als Formen des übertragenen Eigennamengebrauchs, Ableitungen mit den Suffixen -ien, -iste und -isation sowie Namenspiele. Ein Schwerpunkt (mit Lexikon) liegt auf dem metaphorischen Namengebrauch. Obwohl häufig okkasionell verwandt, lässt sich bei einigen geographischen Namen und Personennamen, die einem bestimmten Archetypus entsprechen, mit Häufung des Gebrauchs eine zunehmende Lexikalisierung feststellen. So lässt sich z.B. für Birizina mit Bezug auf die napoleonische Niederlage die verallgemeinerte Bedeutung 'défaite décisive' angeben. Auf die neuere Geschichte beziehen sich u.a. Dien-Bien-Phu 'défaite humiliante' und Munich 'traité disavantageux aux conséquences fatales'.
Während geographische Namen in der Regel auf historische Ereignisse verweisen, dienen Personennamen zur Charakterisierung bestimmter Eigenschaften. Besonders häufig in der französischen Pressesprache ist die metaphorische Verwendung fiktiver Namen aus Literatur und Film wie Citizen Kane 'nabab, migalomane', James Bond 'aventurier élégant et habile' oder Oblomov 'fainéant'. Diese Formen des appellativischen Eigennamenbegrauchs blieben in der französischen Lexikographie bisher weitgehend unberücksichtigt, obwohl sich ihr Gebrauch in einzelnen Fällen auch über einen längeren Zeitraum belegen lässt. So orientiert sich der Petit Robert ausschliesslich an der französischen Höhenkammliteratur mit Beispielen, deren Gebrauch seit mehreren Jahrhunderten belegt ist wie Harpagon 'homme d'une grande avarice' (1721), Don Quichotte 'homme génereux et chimérique qui se pose en redresseur de torts, en défenseur des opprimis' (1782) und Gargantua 'gros manguer' mit der irrtümlichen Datierung 1532 (statt 1802).
Neben der Untersuchung der oben genannten Aspekte des Eigennamengebrauchs werden in der Dissertation auch Möglichkeiten der Recherche mit neuen Medien aufgezeit. Hier stehen mit Datenbanken, CD-Rom und Internet der Sprachwissenschaft Hilfsmittel zur Verfügung, deren weitere Auswertung insbesondere für die Bereiche Lexikographie und Textlinguistik interessant ist.
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Page Updated: 26-Nov-2009

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