LINGUIST List 16.1930

Thu Jun 23 2005

Calls: Computational Ling/Germany; General Ling/Germany

Editor for this issue: Megan Zdrojkowski <meganlinguistlist.org>


Directory

        1.    Andrea Kowalski, Corpus-based Approaches to Non-compositional Phenomena
        2.    Juerg Fleischer, Describing and Modeling Variation in Grammar


Message 1: Corpus-based Approaches to Non-compositional Phenomena
Date: 21-Jun-2005
From: Andrea Kowalski <kowalskicoli.uni-sb.de>
Subject: Corpus-based Approaches to Non-compositional Phenomena


Full Title: Corpus-based Approaches to Non-compositional Phenomena

Date: 22-Feb-2006 - 24-Feb-2006
Location: Bielefeld, Germany
Contact Person: Andrea kowalski
Meeting Email: kowalskicoli.uni-sb.de
tel + 49 (0)681/302 70033

Korpusbasierte Behandlung nichtkompositioneller Phänomene

Nichtkompositionelle Phänomene sind in der Alltagssprache weit verbreitet.
Hierunter fallen u.a. Phänomene wie Metaphern, Metonymien, Idiome oder
Funktionsverbgefüge. Sprachliche Phänomene dieser Art widersprechen (in
unterschiedlichen Graden) der immer noch gängigen Idealisierung, dass sich die
Bedeutung komplexer Ausdrücke systematisch auf die Bedeutungen ihrer
Teilausdrücke zurückführen lässt. Seit wenigen Jahren werden korpusbasierte
Methoden vermehrt auch auf lexikalisch-semantische Fragestellungen angewandt.
Dabei hat sich deutlich gezeigt, dass nichtkompositioneller Sprachgebrauch schon
aufgrund der bloßen Vorkommenshäufigkeit keinen randständigen oder
vernachlässigbaren Forschungsgegenstand darstellen kann. In der
korpuslinguistischen Forschung fehlen jedoch noch immer theoretisch fundierte
Prinzipien für die Annotation dieser Phänomene. Insbesondere ist noch immer ein
Mangel an Daten und Methoden für die automatische Identifikation und
Repräsentation zu verzeichnen. Erst in den letzten Jahren sind Projekte
entstanden, die nichtkompositionelle Phänomene zum Kern korpusbasierter
Forschung machen und z.T. große Datenbanken für die jeweiligen Phänomene
aufbauen (z.B. ''Kollokationen im Wörterbuch'' unter der Leitung von C. Fellbaum
oder die ''Hamburger Metapherndatenbank'', Leitung W. Settekorn). In diesem
Forschungskontext stellt sich auch die Frage, wie die Lücke zwischen
traditionellen Theorien (z.B. kognitive Linguistik/Lakoffs Metapherntheorie) und
neuen Korpusmethoden geschlossen werden kann. Zu erwarten stehen einerseits die
empirische Überprüfung von Theorien; andererseits können neue Ressourcen zu
neuen Sichtweisen auf die Phänomene führen.)
Ziel der AG ist es, Forscher zusammenzubringen, die sich aus einer
korpuslinguistischen Perspektive mit verschiedenen Aspekten der Behandlung
nichtkompositioneller Phänomene befassen. Hierunter fallen vor allem die
folgenden (computer-)linguistischen Themenbereiche:
- Typologie/Klassifikationsschemata
- Semantische Annotation und Annotationsschemata
- Empirische Auswertung von Korpora
- Behandlung/Repräsentation im Lexikon
- Aufbau lexikalischer Datenbanken
- Möglichkeiten für die Integration in computerlinguistisch orientierte bzw.
computerlesbare Ressourcen (wie WordNet, FrameNet, PropBank)
- Automatisierung von Annotationsverfahren
- sprachübergreifende Studien/parallele Korpora
Hierbei sollen natürlich Arbeiten präsentiert werden, die in größeren
Projektzusammenhängen durchgeführt werden, aber auch korpusbasierte
Einzelanalysen sind von Interesse.
Message 2: Describing and Modeling Variation in Grammar
Date: 21-Jun-2005
From: Juerg Fleischer <jfleischerstaff.hu-berlin.de>
Subject: Describing and Modeling Variation in Grammar



Full Title: Describing and Modeling Variation in Grammar

Date: 22-Feb-2006 - 24-Feb-2006
Location: Bielefeld, Germany
Contact Person: Juerg Fleischer
Meeting Email: dgfs06variationrz.hu-berlin.de

The body text of the email message must contain the following information:

(1) paper title
(2) name(s) of author(s)
(3) affiliation(s) of author(s)
(4) email address for each author
(5) phone number for each author

Deadline for abstract submission: Sept 1st, 2005
Notification of acceptance: Sept 15th, 2005

Note that the workshop is part of the DGfS conference. All participants must
register for the conference. Note also that in accordance with the DGfS
guidelines no speaker is allowed to give a talk in more than one workshop of the
DGfS main conference.

Andreas Dufter, University of Munich
Juerg Fleischer, Humboldt University Berlin
Guido Seiler, University of Zurich