LINGUIST List 31.134

Thu Jan 09 2020

Confs: Applied Ling, Lang Acquisition, Psycholing / Germany

Editor for this issue: Sarah Robinson <srobinsonlinguistlist.org>



Date: 09-Jan-2020
From: Verena Wecker <verena.weckeruni-muenster.de>
Subject: Implizites und explizites sprachliches Wissen: Interdisziplinäre Perspektiven
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Implizites und explizites sprachliches Wissen: Interdisziplinäre Perspektiven

Date: 21-Feb-2020 - 22-Feb-2020
Location: Hannover, Germany
Contact: Verena Wecker
Contact Email: < click here to access email >
Meeting URL: https://www.tagung-sprachlicheswissen.uni-hannover.de

Linguistic Field(s): Applied Linguistics; Language Acquisition; Psycholinguistics

Subject Language(s): German

Meeting Description:

Ein Ziel der interdisziplinär konzipierten Tagung besteht darin, die unterschiedlichen theoretischen Modellierungen impliziten und expliziten sprachlichen Wissens bzw. impliziter und expliziter Instruktion der bei der Tagung vertretenen Forschungsrichtungen sowie deren Operationalisierungen im Rahmen empirischer Forschung zu diskutieren. Außerdem sollen bisherige in den unterschiedlichen Disziplinen zu Tage geförderte empirische Befunde zur Wirksamkeit impliziter und expliziter Instruktion disziplinübergreifend zu erörtert werden. Dadurch sollen anwendungsorientierte Erkenntnisse darüber generiert werden, welchen Prinzipien der Sprachunterricht für L1- bzw. L2-Lernende unterschiedlichen Alters und mit unterschiedlichen Lernvoraussetzungen folgen sollte, um sprachlichen Lernzuwachs zu erzielen.



Leitfragen

Wie werden implizites und explizites sprachliches Lernen/Wissen in den unterschiedlichen Disziplinen modelliert?

Welche Feindifferenzierung der sprachlichen Wissensarten gibt es über die dichotomische Unterscheidung ,implizites sprachliches Wissen‘ vs. ,explizites sprachliches Wissen‘ hinaus?

Stehen implizite und explizite Lernprozesse und daraus resultierende Formen sprachlichen Wissens in einem Zusammenhang? Wenn ja, in welchem?

Wie werden die unterschiedlichen sprachlichen Wissensarten in den unterschiedlichen Disziplinen im Rahmen von empirischer Forschung operationalisiert? Welcher Studiendesigns bedienen sich die unterschiedlichen Disziplinen, um implizites bzw. explizites sprachliches Wissen empirisch zu erfassen?

Welche Evidenz haben die unterschiedlichen Disziplinen zu impliziten und expliziten Lernprozessen und/oder Vermittlungsmethoden hervorgebracht?

Welche Spezifika müssen in Abhängigkeit von den Spracherwerbstypen L1- vs. L2-Erwerb / ungestörter/gestörter Erwerb berücksichtigt werden? Welche Vermittlungsmethode/n eignet/eignen sich warum für welchen Lernertyp?

Welche Rolle spielt der allgemeine kognitive Entwicklungsstand bezogen auf die unterschiedlichen Vermittlungsmethoden / die Informationsverarbeitung sprachlicher Formen und Strukturen?

Programme:

Freitag, 21.2.2020

12:30
Anmeldung mit Begrüßungskaffee

13:00–13:30
Anja Binanzer (Hannover), Miriam Langlotz (Braunschweig), Verena Wecker (Münster)
Begrüßung, Einführung

13.30–14:30
Helga Andresen (Flensburg)
Sprachliches Handeln und sprachliche Bewusstheit in entwicklungsorientierter Perspektive

14:30–15:00 Kaffeepause

15:00–16:00
Reinold Funke (Heidelberg)
Implizites Wissen – implizites Vermitteln: Begriffliche Fragen aus sprachdidaktischer Sicht

16:00–16:30 Kaffeepause

16:30–18.00
Poster-Session

1.Valentina Cristante (Frankfurt a. M.)
Eine Untersuchung des impliziten und expliziten Wissens im frühen und späten kindlichen DaZ-Erwerb

2.Katrin Gabler, Birgit Heppt & Christine Sontag (Berlin)
Fragen als implizite und explizite Elemente der fachintegrierten Sprachförderung in der Grundschule

3.Vera Heyer (Braunschweig)
Do I need to spell it out for you? Implicit and explicit knowledge of morpho-graphic spelling regularities

4.Julia Hodson (Aachen)
Unterstützen Wörterbuchdefinitionen als Mittel expliziter Instruktion den Erwerb von Wortkenntnis beim Lesen?

5.Franziska Machleb & Margret Seyboth (Erfurt)
Mehr oder weniger explizit: Fehlerfreies und fehlerbehaftetes Lernen bei aphasischen Wortabrufstörungen.

6.Daniela Rotter (Graz)
Zum Potential einer soziokognitiven Ausrichtung von Focus-on-Form in DaZ-Lernsettings

7.Simón Ruiz (Tübingen), Patrick Rebuschat (Lancaster/Tübingen), Detmar Meurers (Tübingen)
Individual differences and instructed second language acquisition: Insights from intelligent computer as-sisted language learning

18:00–19:00
Ausklang (mit Zeit für individuelle Gespräche)

19:30 Gemeinsames Abendessen

Samstag, 22.2.2020

09:00–10:00
Karin Madlener-Charpentier (Basel)
So implizit wie möglich, so explizit wie nötig:
Gebrauchsbasierte Perspektiven auf Zweitspracherwerbsprozesse und Vermittlungsoptionen

10:00–11:00
Christina Kauschke (Marburg)
Inputanreicherung und/oder metasprachliche Instruktion – welche Methode eignet sich für wen und warum?

11:00–11:30 Kaffeepause

11:30–12.30
Holger Hopp (Braunschweig)
Implicit and Explicit Learning in L2 sentence processing: The role of prediction error

12:30–13:30
Patrick Rebuschat (Lancaster)
Implicit and explicit learning: Insights from artificial language learning

13:30–13:45 kurze Kaffeepause

13:45–ca.14:30
Moderierte Abschlussdiskussion: Beate Lütke (Berlin) & Ann Peyer (Zürich)




Page Updated: 09-Jan-2020